Alps DPA 61

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Alps DPA 61

Das Alps DPA 61 ist ein kompaktes mechanisches Druckwerk für portable Tisch- bzw. Handrechner. Es bedruckt 38 mm breites Papier.

Das Anfang der 1980er Jahre erschienene Modell ist das älteste mir bekannte Druckwerk, das auf dem Prinzip seitlich verschiebbarer Typenscheiben basiert und verglichen mit späteren Modellen noch sehr solide und wenig kompakt gebaut. Es ist etwa 65 mm breit, 70 mm tief, 24 mm hoch und wiegt 175 g.

Funktionsprinzip

Das Druckwerk vereint zwei Druckprinzipien miteinander, nämlich Typenscheiben, wie man sie in den bekannten Abwälzdruckwerken findet, und einen hin- und herfahrenden Druckkopf. Letzterer besteht im Wesentlichen aus der linken der beiden Typenscheiben und einer kleinen Tintenrolle. Die rechte Scheibe bleibt immer an ihrer Position; sie enthält nämlich die Sonderzeichen, die ohnehin immer am rechten Rand gedruckt werden.

Wie in einem Abwälzducker erfolgt der Druck durch Anpressen des Papiers an die Typenscheiben. Allerdings geschieht dies nicht sanft und abwälzend, sondern eher schlagartig über ein Kunststoffteil, das über die gesamte Druckbreite geht.

Wie die meisten anderen Rechnerdruckwerke hat der DPA 61 nur einen Elektromotor (vorne rechts). Die beiden anderen Teile, die aussehen wie weitere Motoren und sogar noch etwas größer sind, sind Elektromagnete! Es sind zwei verschiedene Bauformen, wie man an der in einem Fall links vom Magneten und im anderen Fall rechts angeordneten Metallscheibe sieht. Der hintere Magnet drückt nach links, während der vordere nach rechts zieht.

Der Magnet hinten rechts erfüllt zwei Funktionen: Erstens bewegt er den „Druckhammer“ und zweitens, über eine Art Ratsche, das links hinten erkennbare Rädchen, welches nichts anders ist als eine kleine Seilwinde, die den Druckkopf mit Hilfe einer kleinen Umlenkrolle nach links zieht! Für den Rückweg sorgt eine lange Schraubenfeder – und der Anschlag des Druckkopf auf der rechten Seite wird dadurch gedämpft, dass die dort verbleibende zweite Typenscheibe durch eine Feder etwas nach links gedrückt wird.

Der zweite Magnet links neben dem Motor löst zum Ende des Druckvorgangs den „Wagenrücklauf“ aus, indem die Ratsche am Seilwindenrad gelöst wird, und bewegt gleichzeitig das Papier weiter.

Der Elektromotor, der in späteren Modellen so ziemlich alle Funkionen antreibt, bewegt im DPA 61 also tatsächlich nur die Achse, auf der die beiden Typenscheiben sitzen. Auf der gleiche Achse sitzt auch eine Kontaktscheibe, die dem Rechner mitteilt, in welcher Position sich die Typenscheiben gerade befinden.

Ähnliches Modell

Ein sehr ähnlich aufgebautes, jedoch nicht identisches Druckwerk mit einer mir nicht bekannten Modellbezeichnung findet sich im Toshiba BC-1014PV.

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