Ibico 1232 IV

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Ibico 1232 IV

Der Ibico 1232 IV ist ein zweifarbig druckender Tischrechner mit VF-Display. Mein Exemplar ist von 1993.

Dieses Modell ist ein typischer Standard-Tischrechner mit allen Funktionen, die bei solchen Rechnern Anfang der 1990er Jahre üblich waren. Gegenüber dem Vorgängermodell 1232 wurde nur die Form des Gehäuses geändert; die Tastatur und damit der Funktionsumfang sind gleich geblieben. Aus heutiger Sicht vermisst man nur die Tasten zur Steuer- und Währungsumrechnung. Dafür glänzt der 1232 IV mit einer Wurzeltaste, die an druckenden Tischrechnern auch heute nicht selbstverständlich ist.

Für die Existenz der Modelle 1232 II und 1232 III habe ich bisher keine Belege finden können. Sollten sie existieren, gleichen Sie wahrscheinlich äußerlich den Versionen I oder IV, denn die römische Zahl ist nur auf dem Typenschild angegeben, nicht auf der Displayblende. Sicher ist, dass das Gehäuseoberteil des 1232 IV schon seit 1991 hergestellt wird, denn dies geht aus einer Prägung hervor.

Das aktuelle Modell ist der 1232 X. Das X ist nicht als römische Zahl zu verstehen, denn viele, wenn nicht sogar alle aktuellen Ibico-Rechner haben diesen Buchstaben in der Typenbezeichnung. Ein zeitlich zwischen dem 1232 IV und dem 1232 X liegendes Modell ist mir nicht bekannt, müsste aber wegen des langen Zeitraums eigentlich existieren.

Innenleben

Der Rechner wird von zwei Schrauben und einigen Plastiknasen zusammengehalten, und zumindest mein Exemplar war relativ schwer zu öffnen, vergleichen mit konstruktiv ähnlichen Rechnern, wobei die seitlichen Halterungen das Problem waren.

Das Innenleben bietet keine Überraschungen. Das Druckwerk ist ein NMB 352 und die CPU ein NEC D7528AC, ein 4-Bit-Mikrocontroller mit 4 KB ROM und 160 Halbbytes, also 80 Bytes RAM. Das gleiche IC und eine sehr ähnliche, aber nicht identische Platine befinden sich im Walther 1122 PD (siehe externe Links). Die Tastaturen der beiden Rechner sind nicht nur in der Belegung, sondern auch konstruktiv identisch, wobei ich aus den mir vorliegenden Bildern nicht sagen kann, ob das auch für die Tastaturplatinen gilt.

Alle elektrischen Komponenten einschließlich des Druckers hängen an ihren Kabeln untrennbar zusammen. Die Befestigung dieser Teile am Gehäuseboden kommt völlig ohne Schrauben aus. Charakteristisch ist der über Kopf eingebaute Trafo, den man auch in anderen von NMB gebauten Rechnern der 1990er Jahre findet, z.B. im MBO 1970 PD, im Sharp EL-2615G und im Triumph-Adler 1121 PD nova.

Ähnliche Rechner

Der Soennecken 1232 und der Büroring 1001 sitzen im gleichen Gehäuse wie der Ibico 1232 IV, wobei die farbliche Gestaltung im Bereich der Tastatur abweicht. Das Innenleben dieser Rechner ist aber nicht unbedingt identisch. Zumindest mein Soennecken 1232 aus dem Jahr 1994 hat ein anderes Druckwerk (NMB 372), eine andere CPU und damit auch andere Haupt- und Tastaturplatinen. Es ist aber gut möglich, dass es von diesem Modell verschiedene Versionen gibt. Zum Inneren des Büroring 1001 kann ich mangels eines eigenen Exemplars keine Angaben machen.

Auch der bereits erwähnte Walter 1122 PD zeigt, dass es im Inneren trotz gleicher Funktionalität und Tastatur geringe Unterschiede geben kann. Ich vermute, dass der 1122 PD, der drei Jahre älter ist als mein 1232 IV, ein älteres Druckwerk hat, nämlich das NMB 312. Der Unterschied im Anschlusskabel der Drucker könnte der Grund für die leicht abweichende Hauptplatine sein.

Der mir vorliegende Privileg 32 von ca. 1987 entspricht farblich dem Ibico 1232 IV, sitzt allerdings in einem anderen Gehäuse und hat ein sowohl vom Ibico 1232 IV als auch vom Walther 1122 PD abweichendes Innenleben. Obwohl die Tastatur von außen identisch ist, weicht auch die Tastaturplatine von der des Ibico 1232 IV ab. Möglicherweise entspricht dieser Rechner dem ursprünglichen Ibico 1232.

Galerie

Eigenes Exemplar

  • Inv.-Nr. 273, Seriennummer 30303728, Baujahr 1993, Zustand: funktionsfähig

Externe Links

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