Karstadt PM 30

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Karstadt PM 30

Der Karstadt PM 30 ist ein achtstelliger Taschenrechner mit VF-Display. Mein Exemplar ist von 1975.

Dieser Taschenrechner ist im Grunde ein typischer, wenig bemerkenswerter VFD-Taschenrechner von Mitte der 1970er Jahre, der aber mit seiner asymmetrischen und in meinen Augen durchaus gelungenen Gehäuseform aus der Reihe fällt. Die metallische Oberseite lässt diesen Rechner edler und teurer aussehen als er vermutlich war.

Zum Funktionsumfang gehört, wie sich aus dem M in der Typenbezeichnung ergibt, ein Speicher, der über drei Tasten bedient wird. Abgesehen davon stehen neben den Grundrechenarten lediglich eine Prozent- und eine Vorzeichenwechseltaste zur Verfügung.

Die Anzeige hat neun Stellen, von denen die linke als Statusanzeige verwendet wird. Auch das Minuszeichen befindet sich immer ganz links, egal wie viele Stellen der aktuelle Anzeigewert hat.

Bei einer Division durch null erscheint in der Statusanzeige ein C. Bei einem Überlauf erscheint ebenfalls das C (bzw. bei negativen Zahlen ein E), zusätzlich werden die höchstwertigen Stellen des Ergebnisses angezeigt, wobei die übergelaufenen Stellen durch einen Dezimalpunkt von den niederwertigen acht Stellen abgegrenzt werden. Z.B. erscheint nach der Rechnung 44444444 × 2000 die Anzeige "C888.88888".

Die Stromversorgung erfolgt über zwei AA-Batterien oder ein externes Netzteil, zu dem sich auf dem Typenschild des Rechners keine genaueren Angaben finden, nur der wenig hilfreiche Hinweis "Use exclusive AC-adapter".

Innenleben

Das Gehäuse wird ohne Schrauben nur von Kunststoffnasen zusammengehalten und ist nicht ganz einfach zu öffnen. An der hinteren Schmalseite befindet sich jedoch ein kleiner Schlitz, den man mit Hilfe eines großen Schraubendrehers als Ausgangspunkt der Öffnungsprozedur verwenden kann.

Nach dem Öffnen liegt die Hauptplatine (Platinennummer 71-421B) lose im Gehäuseboden. Sie ist an der Unterseite flexibel mit der Tastatureinheit verbunden, allerdings würde ich diese Stelle sicherheitshalber nur mit Vorsicht und nicht zu oft verbiegen! Die Anzeige sitzt in einer zylindrischen Röhre.

Das IC ist ein Mitsubishi M58618-81P. Weitere Bauteile auf der Platine sind ein kleiner Trafo (für die relativ hohe Spannung der VF-Anzeige), zwei Transistoren, vier Elkos, eine Reihe kleinere Kondensatoren, Dioden und Widerstände sowie auffällig viele Drahtbrücken. Auch die Anschlussbuchse für das Netzteil ist auf der Platine montiert.

Verwandtschaft

Der PD 30 gehört in eine große Familie von Taschenrechnern, die aus dem Hause TEAL stammen. Neben weiteren Karstadt-Modellen, z.B. PR 20 und SR 40, gibt es auch Verwandte der Marken Prinztronic (z.B. SR 99M und SR 99P) und Toshiba (z.B. Homeland 8101 und Homeland 8108) und möglicherweise weitere. TEAL hat Rechner in diesem Gehäuse auch unter eigenem Label vertrieben, z.B. den 817 (der dem PM 30 entspricht) und den 826.

Galerie

Eigenes Exemplar

  • Inv.-Nr. 2804, Seriennummer 403997, Baujahr 1975, Zustand: funktionsfähig

Externe Links

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