Olympia CA 525

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Olympia CA 525

Der Olympia CA 525 ist ein zwölfstelliger druckender Tischrechner ohne Anzeige. Mein Exemplar ist von 1975.

Das A in der Modellbezeichnung, statt dem üblichen P, steht vermutlich für Addiermaschine. Der entscheidende Unterschied zu den CP-Rechnern scheint die Anordnung der Punktrechentasten zu sein, die etwas von den anderen Tasten abgesetzt sind. Das gilt auch für den etwa zeitgleich angebotene CA 500, der von einem anderen Hersteller stammt und deshalb ganz anders aussieht. Neben einigen kleineren Unterschieden im Funktionsumfang – der CA 525 hat z.B. einen Postenzähler – unterscheiden sich beide Modelle vor allem bei den Ergebnistasten: Der CA 525 hat die übliche [*]-Taste für das Gesamtergebnis sowie eine [=]-Taste für das Ergebnis von Punktrechnungen. Der CA 500 dagegen hat eine äußerst seltsame Anordnung von zwei Gesamtergebnistasten [=*], von denen eine in rot gehalten ist und das Ergebnis von Punkt- oder Strichrechnungen negativ ausgibt.

Abgesehen von den Grundrechenarten und dem Postenzähler hat der CA 525 eine Prozentautomatik, optionale 5/4-Rundung, Fließkomma- und fünf Festkommamodi sowie zwei Addiermaschinenmodi mit zwei und drei Nachkommastellen. Außerdem hat der Rechner drei Nullentasten, weswegen die Kommataste etwas abseits angeordnet wurde. Das sollte aber kein Problem für die Anwender gewesen sein, die das Gerät als Ersatz für eine mechanische Addiermaschine bekommen haben.

Innenleben

Das Gehäuse wird von vier Schrauben zusammengehalten. Es lässt sich erst öffnen, wenn der Rollenhalter abgenommen wurde, der auf ein Blech hinter dem Drucker gesteckt ist und dort recht fest sitzt. Hat man das geschafft, lässt sich die obere Hälfte nach vorne klappen. Die Tastatur ist mit dem Gehäuseoberteil verschraubt, aber die beiden Kabelbündel zur Platine lassen sich ausstecken. Auch die Verbindungen zum Trafo und zum Drucker sind aussteckbar.

Die Platine und auch der Rest des Innenlebens ähnelt stark dem Privileg 1202 PM, einschließlich des Druckwerks vom Typ Epson Model 310 und eines bemerkenswert aufwendigen Kühlblechs für einen Leistungstransistor. Auch das IC ist das gleiche, ein Rockwell A4201PC. Warum der „einfacher gestrickte“ CA M525 drei zusätzliche ICs benötigt, habe ich noch nicht erforscht.

Die Netzteilplatine enthält vier Sicherungshalter, wobei aber nur zwei Sicherungen eingesetzt sind: Drei dieser Halterungen dienen nämlich als Netzspannungswähler und sind entsprechend mit 110V, 220V und 240V beschriftet. Auch der 1202 PM hat eine solche Platine, allerdings sind dort, vermutlich als Sparmaßnahme, weder Primärsicherungen noch die zugehörigen Sicherungshalter vorhanden.

Verwandtschaft

Neben dem Privileg 1202 PM gehören auch der Olympia CPD 575 und der mit diesem fast baugleiche Privileg 1212 PMD zu den Verwandten des CA 525. Der CPD 575 sieht mit seiner dunklen Tastatur- und Displayblende anders aus als der CA 525, aber das täuscht, denn die beiden Gehäuse sind bis auf die Farbe und die Displayöffnung gleich.

Auch der Unitrex 10 PPM ist ein Verwandter, woraus man auf den Hersteller dieser Rechner schließen kann. CPD 525 und CPD 575 wurden in Hongkong gebaut, aber mir ist nicht bekannt, ob Unitrex bzw. Eiko Business Machine Co. Ltd. dort ein Werk hatte oder von einem ansässigen Hersteller produzieren hat lassen.

Erwähnenswert in diesem Zusammenhang ist, dass die o.g. Rechner ein Logo auf der Platinenunterseite haben, das sich auch in einigen von Fords gebauten Rechnern findet, z.B. im Privileg 812 M. Im „Stil“ unterscheiden sich die Unitrex- und Fords-Platinen jedoch deutlich: Bei Fords hat man – wie übrigens auch bei Olympia selbst – gerade Leiterbahnen bevorzugt, während die von Unitrex sehr kurvig verlaufen.

Galerie

Eigenes Exemplar

  • Inv.-Nr. 4830, Seriennummer 00019422, Baujahr 1975, Zustand: funktionsfähig

Externe Links

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