Olympia CD 401

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Olympia CD 401

Der Olympia CD 401 ist ein 1972 erschienener Tischrechner mit einem 12stelligen Display aus Nixie-Röhren.

Der bei etwa gleichem Funktionsumfang als direkter Nachfolger des CD 400 anzusehende Rechner ist gegenüber seinem Vorgänger ein riesiger Fortschritt, denn er basiert nicht mehr auf fast 150 kleinen ICs, sondern nur noch auf sieben hochintegrierten Bausteinen. Sechs davon sitzen in weißen Keramikgehäusen, der siebte in einem runden Metallgehäuse, das aussieht wie ein großer Transistor älterer Bauart. Die ICs stammen – wie auch der Rechner als Ganzes – von Matsushita (Panasonic).

Dank der Fortschritte in der Elektronik konnte der ganze Rechner deutlich kleiner ausfallen, und der CD 401 ist – bei ähnlichen Proportionen – gegenüber dem CD 400 ein Winzling. Dabei ist das Display nur unwesentlich kleiner ausgefallen.

Der CD 401 ist allerdings immer noch relativ schwer, was aber weniger an der Elektronik liegt, sondern an der damals bei Olympia üblichen, sehr robusten Bauweise. Sogar der metallene obere Teil des Gehäuses besteht nicht etwa aus einer Art Folie, sondern aus einem ca. 2 mm (!) starken Aluminiumblech und trägt somit nicht unwesentlich zum Gesamtgewicht von ziemlich genau 2 kg bei. Das ist zwar wenig verglichen mit den ca. 5 kg des CD 400, aber trotzdem fragt man sich, ob Olympia hier Qualität durch Gewicht nachweisen wollte!

An der Tastatur hat sich einiges verbessert. Die beim CD 400 ungewohnte (und ohne Handbuch kaum zu erratende) Festlegung der Festkommaposition wurde durch einen Schiebeschalter ersetzt, und die Speichertasten sitzen jetzt alle zusammen am rechten Rand und heben sich in der Farbe vom Rest der Tasten ab, so wie es noch heute üblich ist. Neu hinzugekommen ist die [RC]-Taste für den Registertausch.

Mein CD 401 ist leider ziemlich vergilbt, aber sonst gut in Schuß. Lediglich das Lämpchen für die Speicheranzeige (eine kleine Glühbirne) ist durchgebrannt, was bei Rechnern aus dieser Zeit nicht selten ist. Die Datumscodes der ICs deuten auf eine Entstehung Ende 1972 hin.

Eigenes Exemplar

  • Inv.Nr. 2095, Seriennummer 0422826, Baujahr 1972, Zustand: funktionsfähig. vergilbt
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