Olympia CPD 5212 (2)

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Olympia CPD 5212 (2)

Der Olympia CPD 5212 ist ein 12-stelliger Standard-Tischrechner mit zweifarbigem Druckwerk und Leuchtanzeige. Es ist nach dem 1978 erschienenen CPD 5212 das zweite Modell mit dieser Typenbezeichnung. Mein Exemplar ist von 1994, aber es ist denkbar, dass das Modell schon ein paar Jahre vorher erhältlich war.

Innerhalb der Reihe CPD 5212 hat der CPD 5212 (2) den CPD 5212 A abgelöst. Aus Anwendersicht beschränken sich die Unterschiede zwischen beiden Modellen im Wesentlichen auf das Gehäuse, denn das Druckwerk ist in beiden Fällen ein Epson Model 440, und das Tastaturlayout und damit der Funktionsumfang sind exakt gleich geblieben. Technisch hat sich aber durchaus etwas geändert, denn anders als sein Vorgänger, der noch ein klassisches Rechner-IC enthält, basiert der CPD 5212 (2) bereits auf einem Ein-Chip-Mikrocomputer (Mikrocontroller).

Tastatur

Der CPD 5212 wirkt grauer als sein Vorgänger. Das liegt weniger an der möglicherweise tatsächlich etwas graueren Gehäusefarbe, sondern vielmehr daran, dass die bei Olympia seit Anfang der 1970er Jahre stets orangefarbenen Clear-Tasten jetzt grau sind und nur noch rot beschriftet sind (und damit nicht sehr kontrastreich). Die beim Vorgänger schwarzen Zifferntasten sind in mittelgrau gehalten und kontrastieren deshalb nur noch schwach mit den hellgrauen Funktionstasten.

Trotzdem ist die Tastatur noch als Olympia-Tastatur erkennbar: Die Speichertasten sind nach wie vor in weiß gehalten, und die Tastenkappen haben die gewohnte runde Form.

Gehäuse

Neben seiner unverwechselbaren Form hat das Gehäuse noch eine weitere Besonderheit, nämlich eine klappbare Displayblende. Während beim Konkurrenzmodell Triumph-Adler 121 PD plus die gesamte Displayeinheit klappbar ist, lässt sich beim CPD 5212 nur die grüne Kunststoffscheibe bewegen, und das auch nicht sehr weit. Um störende Lichtreflexe loszuwerden, reicht es aber aus.

Nicht alltäglich ist auch der aufstellbare hintere Teil der Druckerabdeckung, der das bedruckte Papier in einer besser lesbaren aufrechten Position hält.

Das Gehäuse wird von fünf Schrauben und vier Schnappverschlüssen zusammengehalten. Letztere sind nicht sehr hartnäckig, so dass sich der Rechner relativ leicht öffnen läßt. Zuvor sollten die Schiebeschalterkappen abgenommen werden, weil die Tastatureinheit über ein Flachbandkabel mit der Hauptplatine verbunden ist.

Innenleben

Wie die Tastatur sind auch der Drucker und die Netzteileinheit untrennbar mit der Platine verkabelt, während beim Vorgängermodell zumindest der Drucker noch ausgesteckt werden konnte.

Während auf der Tastaturplatine "CPD 5212" steht, trägt die Hauptplatine interessanterweise die Aufschrift „CPD 5212 A“. Beide Platinen haben auch Nummern („CA-1178-02“ und „CA-1179-02“), die zeigen, dass sie vom gleichen (mir noch unbekannten) Hersteller stammen wie der CPD 7512, dessen Hauptplatine die Nummer „CA-1147-02“ trägt. Auch Details in der Gehäusekonstruktion deuten auf eine gemeinsame Herkunft dieser auf den ersten Blick so unterschiedlichen Modelle hin.

Die CPU des CPD 5212 ist, wie bereits erwähnt, ein Ein-Chip-Mikrocomputer, wie man ihn in vielen modernen Rechenmaschinen findet. Es ist ein Mitsubishi M50954-138SP mit 8192 Byte ROM und 192 Byte RAM, wie es sich z.B. auch im größeren CPD 8514 und im kleineren CPD 3212 (2) findet. Das Druckwerk wird über drei Sharp IR2422 angesteuert.

Ähnliche Rechner

Das charakteristische Gehäuse des CPD 5212 (2) wird bis heute gebaut. Die äußeren Unterschiede zwischen den mindestens drei Modellen in diesem Gehäuse liegen im Tastaturlayout; im wesentlichen sind neue Funktionen und damit auch weitere Tasten hinzugekommen. Auf den CPD 5212 (2) folgte um die Jahrtausendwende der CPD 5212 E mit Euro-Umrechnung und auf diesen das (2014) aktuelle Modell CPD 5212 (3).

In einem sehr ähnlichen Gehäuse sitzt der CPD 5514 T mit Thermodruckwerk. Inwieweit sich das Gehäuse in den Dimensionen von dem der CPD 5212 unterscheidet, kann ich im Moment noch nicht sagen, aber wegen der Aufbewahrung der Thermopapierrolle im Rechnerinneren könnte es etwas größer sein, was auch durch die Maßangaben im Handbuch bestätigt wird. Es ist jedoch möglich, dass sich dieser Größenzuwachs nur aus einer nach oben und hinten überstehenden Druckerabdeckung ergibt und die Grundform des Gehäuses gleich ist.

Deutlich kleiner sind die im Design sehr ähnlichen Gehäuse der neueren Modelle der Reihe CPD 3212. Da die Tastenzahl und -größe gleich ist, wirken die Tastaturen der CPD-3212-Modelle ziemlich gedrängt.

Galerie

Eigenes Exemplar

  • Inv.Nr. 2056, Seriennummer 9411592585, Baujahr 1994, Zustand: funktionsfähig

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