Omron

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Omron 1210 – (c) Omron
Omron-Taschenrechner
Das erste Omron-IC (Hergestellt von Nortec Electronics). Spätere Omron-ICs stammen von Hitachi.

Omron war ein japanischer Hersteller von elektronischen Rechenmaschinen und Taschenrechnern. Das Unternehmen existiert noch heute, ist aber nicht mehr im Bereich der Rechenmaschinen tätig. Sucht man heute nach Produkten von Omron, wird man vor allem auf Blutdruckmessgeräte und andere Medizintechnik stoßen, aber das Unternehmen ist auch im Bereich der Automatisierungstechnik und der Herstellung von elektronischen Komponenten tätig.

In Europa und wohl auch in den USA war Omron fast unbekannt; nur einige Taschenrechner, z.T. in charakteristischem Gelb oder Orange gehalten, waren anscheinend auch hierzulande erhältlich und tauchen deshalb immer wieder mal bei eBay auf. Omron war jedoch vor allem als OEM-Hersteller tätig, und so waren dort hergestellte Rechner unter anderem unter den Marken Braun, Citizen, Commodore, Miida, Rockwell und Silver-Reed erhältlich. Insbesondere stammen fast alle in den 1970er Jahren von Triumph-Adler angebotenen anzeigenden Tischrechner und Taschenrechner von Omron, ebenso die den TA-Taschenrechnern sehr ähnlichen Taschenrechner von Imperial und Royal (diese Marken haben zu dieser Zeit wie Triumph-Adler zum Litton-Konzern gehört).

Omron war nicht irgendein Hersteller, sondern durchaus innovativ: Im März 1969 hat das Unternehmen den „kleinsten elektronischen Tischrechner der Welt“ vorgestellt, den „Calculet 1200“, der ein paar Monate später als Omron 1210 auf den Markt gekommen ist. Lange hat der Rekord allerdings nicht gehalten, denn ein paar Monate später ist der Sharp QT-8D erschienen. Doch wenn man z.B. den 1970 erschienenen Triumph-Adler 1210, eine in einem etwas größeren und robusteren Gehäuse sitzende OEM-Version des Omron 1210, mit dem zeitgenössischen, mehr als doppelt so schweren und vergleichsweise riesigen Olympia CD 400 vergleicht, sieht man, welchen Vorsprung sich Omron erarbeitet hatte!

Bemerkenswert an der Modellpalette von Omron ist, dass es keine typischen optischen Merkmale wie die Form und Farbe der Tastenkappen gibt; stattdessen gleichen viele Modelle denen der OEM-Kunden, auch dann, wenn sie nicht technisch identisch sind. So gibt es etliche Omron-Modelle, die aussehen wie Triumph-Adler-Rechner, der Omron 1214 und der Omron 1090PS haben das gleiche auffällige Design wie der Miida MC 840, und der Omron 242P/D gleicht den Rockwell-Modellen 212P und 222P. Unangenehm war Omron dies anscheinend nicht, denn die unten verlinkte Werbeanzeige zeigt die optische Uneinheitlichkeit auf einen Blick!

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