Privileg 840 M

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Privileg 840 M

Der Privileg 840 M (Best.-Nr. 421.233 8 E) ist ein achtstelliger Taschenrechner mit LED-Anzeige aus der zweiten Hälfte der 1970er Jahre.

Vom Gehäuse her entspricht dieses Modell den weniger gut ausgestatteten Modellen 82, 85 (1) und 85 (2), allerdings sind die Tasten kleiner, so dass der Tastaturbereich maximal 30 Tasten aufnehmen könnte, von denen beim 840 M 26 zzgl. des Ein-/Ausschalters vorhanden sind, also immerhin 6 mehr als beim 85 (2). Anders als beim 82 und den beiden 85 sind die Funktionstasten farbig.

Was dem Funktionsumfang betrifft, muss beim 840 M vergleichen mit den "kleineren" Modellen zunächst der Speicher erwähnt werden, der über vier Tasten bedient wird. Außerdem gibt es Tasten für Vorzeichenwechsel, Registertausch, Quadrieren und Wurzelziehen.

Beim 840 M werden alle neun Anzeigestellen genutzt, so dass anders als beim 82 und 85 auch negative Zahlen acht Stellen haben dürfen. Die Verwendung des Speichers wird mit einem senkrechten Segment in der ganz linken Stelle angezeigt; im Bild sieht man die Kombination dieses Segments mit einem Minuszeichen. Bei kleineren Zahlen erscheint das Minuszeichen unmittelbar neben der linken Ziffer.

Der Rechner hat eine automatische Displayabschaltung nach etwa 30 Sekunden, bei der nur die rechte Ziffer der aktuellen Anzeige stehenbleibt und außerdem seltsamerweise der Dezimalpunkt, das Minuszeichen und die Speicheranzeige. Dieser Zustand kann mit jeder beliebigen Taste beendet werden, allerdings wird die Funktion dieser Taste dann auch ausgeführt, was etwas unpraktisch sein kann, wenn man nicht mehr weiß, an welcher Stelle der Rechnung man die Pause eingelegt hat.

Bei einer Division durch null wird ".0.0.0.0.0.0.0.0." angezeigt. Bei einem Überlauf werden die höchstwertigen Stellen des Ergebnisses angezeigt, und dazu leuchten ebenfalls alle neun Punkte.

Die Stromversorgung erfolgt über einen 9-V-Block oder ein externes Netzteil (Bestell-Nr. 406.821 9).

Innenleben

Grundsätzlich ist der 840 M so aufgebaut wie der Privileg 82 (siehe dort) und die anderen Modelle in diesem Gehäuse. Es gibt aber einen entscheidenden Unterschied: Während die anderen Rechner ein gewöhnliches IC enthalten, das auf der Hauptplatine montiert ist, befindet sich das IC im 840 M auf der Displayplatine. Außerdem hat es eine klecksförmige Form, die ich sonst nur aus LCD-Rechnern aus den 1980er Jahren oder später kenne.

Man kann vermuten, dass Display und Hersteller von ein und demselben Hersteller stammen, doch dieser ist unklar. Die Beschriftung auf der Platine lautet "M831 622EM". Außerdem ist das mir unbekannte Logo des Herstellers vorhanden. Wenn es sich bei 622 um einen Datumscode handelt, ist der Rechner von 1976, aber das ist Spekulation.

Anders als im 82 und im 85 kann die Tastaturplatine nach dem Lösen von neun Schräubchen herausgenommen werden. Die Tastenkontakte bestehen aus sogenannten Schnappscheiben, die das Klicken der Tasten verursachen.

Verwandtschaft

Im gleichen Gehäuse sitzen neben den bereits erwähnten Modellen 82, 85 (1) und 85 (2) mindestens drei weitere Privileg-Taschenrechner, nämlich der sechsstellige Beginner, der 833 K und der 865 M. Letzterer hat einen noch etwas größeren Funktionsumfang als der 840 M.

Ähnliche Rechner findet man auch unter dem Markennamen Genesonic, wobei das Modell 3683 der ersten Version des Privileg 85 entspricht.

Galerie

Eigenes Exemplar

  • Inv.-Nr. 2479, Seriennummer 42764, Baujahr 1976 (?), Zustand: funktionsfähig
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