Rockwell 15352

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Sharp 15352SA

Das Rockwell 15352, mir vorliegend in der Version 15352PA und als Sharp 15352SA, ist ein Rechner-IC für 12-stellige anzeigende Rechenmaschinen. Die mir bekannten Exemplare tragen Datumscodes von 1973.

Zum Funktionsumfang, soweit man es aus den damit ausgestatteten Rechnern herauslesen kann, gehören ein Speicher mit drei Tasten, Konstante und Vorzeichenwechsel. Die Rechner arbeiten stets im Fließkommamodus.

Es können theoretisch maximal 24 Tasten angesprochen werden, von denen in den mir vorliegenden Rechnern 21 genutzt werden. Ob das IC „geheime“, von diesen Rechnern nicht genutzte Funktionen hat, muss hier vorläufig offen bleiben.

Außer dem Haupt-IC benötigen die auf dem Rockwell 15352 basierender Rechner nur noch Treiber-ICs für die Anzeige; die gesamte Logik einschließlich Taktgeber, Tastaturabfrage und Siebensegmentdekoder ist im 15352 integriert. In den mir bekannten Rechnern sind jeweils drei Toshiba TM4358P enthalten, die jeweils sieben Signale verstärken können, was gerade ausreicht für 13 Stellen (einschließlich Statusanzeige) und acht Segmente (einschließlich Dezimalpunkt).

Das Rockwell 15352 sitzt wie viele Rockwell-ICs in einem 42-poligen Gehäuse mit versetzten Anschlussbeinchen, was eine relativ kompakte Bauweise ermöglicht. Die Sharp-Version des ICs ist weiß mit roter Beschriftung, entspricht aber von der Gehäuseform her der Rockwell-Version.

Wie üblich werden die Beinchen von 1 bis 42 nummeriert. Pin 1 ist dabei durch einen farbigen Punkt auf dem Gehäuse gekennzeichnet; die Zählung erfolgt von oben gesehen gegen den Uhrzeigersinn.

Anschlussbelegung

Diese Informationen stammen nicht aus einem Datenblatt, sondern haben sich aus der Analyse eines Privileg CX 1200M ergeben. Die vielen nicht angeschlossenen Pins scheinen darauf hinzudeuten, dass die Tabelle noch unvollständig ist; es ist aber auch möglich, dass das IC tatsächlich nur die Funktionalität der unten aufgelisteten Rechner enthält und deshalb viele Beinchen des üblichen 42-poligen Gehäuses „übrig“ waren.

Bemerkenswert ist, dass das IC die gleichen Ausgänge zum Abfragen der Tastaturmatrix sowie zum Multiplexen der Anzeige nutzt. Beide Vorgänge sind jedoch sehr ähnlich, da zyklisch immer nur eine von 8 bzw. 13 Leitungen angesteuert wird.

Pin Funktion Pin Funktion
1 NC? (32, 9. Stelle) 42 NC
2 NC? (30, 11. Stelle) 41 Stelle für Statusanzeige
3 NC? (30, 11. Stelle) 40 1. Stelle
4 NC? (26, Segment F) 39 2. Stelle
5 NC? (26, Segment F) 38 3. Stelle
6 GND (+0V) 37 4. Stelle, Tastaturmatrix 8
7  ? 36 5. Stelle, Tastaturmatrix 7
8 VD (−15V) 35 6. Stelle, Tastaturmatrix 6
9 NC 34 7. Stelle, Tastaturmatrix 5
10 NC 33 8. Stelle, Tastaturmatrix 4
11 Reset (?) 32 9. Stelle, Tastaturmatrix 3
12 Rückleitung von der Tastaturmatrix K3 31 10 .Stelle, Tastaturmatrix 2
13 NC 30 11. Stelle, Tastaturmatrix 1
14 NC 29 12. Stelle
15 Rückleitung von der Tastaturmatrix K2 28 NC
16 Rückleitung von der Tastaturmatrix K1 27 Segment G / Minus
17 GND (+0V) 26 Segment F
18 NC 25 Segment E
19 NC 24 Segment D
20 Segment DP / Konstantenanzeige 23 Segment C
21 Segment A / Speicheranzeige 22 Segment B

Anmerkungen

  • Pins mit NC sind in den untersuchten Rechnern nicht angeschlossen. Das heißt nicht zwangsläufig, dass sie keine Funktion haben.
  • Pins mit NC? sind zwar angeschlossen, um das IC mechanisch zu fixieren, aber auf der Platine mit anderen Pins verbunden, was vermuten lässt, dass sie ohne Funktion sind. In Klammern ist jeweils der verbundene Pin angegeben.
  • Pin 7 liegt in den untersuchten Rechnern über einen Widerstand konstant auf Minuspotential
  • Die Bezeichnungen K1 bis K3 sowie die Nummern der Eingänge der Tastaturmatrix sind auf die Platine des CX 1200M gedruckt (1 bis 8 statt S0 bis S7 bei anderen Rockwell-ICs). Die Anzeigestellen sind von rechts nach links gezählt.

Tastaturmatrix

  1 2 3 4 5 6 7 8
K1 [M+] [÷] [×] [+] [–]
K2 [1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8]
K3 [MR] [K] [CM] [+/–] [.] [9] [0] [C]

Eingebaut in

Persönliche Werkzeuge
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