Sharp EL-1609

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Sharp EL-1609

Der Sharp EL-1609 ist ein druckender „Handrechner“ mit LC-Display, kaum größer als ein Taschenrechner. Er arbeitet mit zehn Stellen; die Papierbreite beträgt 38 mm. Mein Exemplar ist von 1990.

Der Rechner ähnelt dem EL-1610, liegt jedoch formbedingt besser in der Hand und wirkt vom Design her auch etwas moderner (mein EL-1610 ist von 1986). Ein auffälliger Unterschied ist die Tastatur, die beim EL-1609 runde Tasten hat, die alle in einer Farbe gehalten sind, einschließlich der bei Sharp üblicherweise blauen Speichertasten und der sonst roten C/CE-Taste.

Der Funktionsumfang entspricht dagegen genau dem des EL-1610, und auch die Belegung der Tasten ist gleich. Das Funktionsprinzip des Druckwerks ist dagegen nicht auf den ersten Blick offensichtlich, weil es sich in einem fast geschlossenen Gehäuse befindet. Von außen sichtbar ist nur, daß es ein mechanischer Drucker ist, der mit Tinte druckt; es ist aber keines der in verwandten Rechnern zu findenden Gummikettendruckwerke von Alps.

Also habe ich das Gerät geöffnet, was trotz der kompakten Bauweise und verglichen mit ähnlichen Modellen erstaunlich einfach ist: Es sind zwar sechs Schräubchen zu lösen, zwei davon im Batteriefach, dafür muß man sich nicht mit umständlichen Klipshalterungen herumschlagen. Angenehm auch, daß sich der Gehäuseboden ohne Hakeleien komplett abnehmen läßt: die Kontakte des Batteriefachs drücken sich federnd auf Kontaktflächen auf der Platine. Hut ab!

Eine interessante Lösung ist, daß der flache Boden des Batteriefachs als Stütze für die Tastaturfolie dient. Bei geöffnetem Gerät kann die Tastatur deshalb nur sehr schwer betätigt werden. Der ansonsten sehr ähnlich aufgebaute EL-1600 hat an dieser Stelle eine schwere Metallplatte!

Die CPU, ein SC50711 sitzt mitten auf einer kleinen Platine, die sonst nur wenige Bauteile enthält: drei SMD-Widerstände, einen Transistor und einen Elko. Und dann ist da noch ein kleines achtbeiniges IC mit der Bezeichnung 1267, offensichtlich eine kompakte Version des Sanyo LB1267, das bei den Alps-Druckwerken als Treiberbaustein dient.

Womit wir wieder beim Drucker wären: Auf den ersten Blick erkennt man, daß es ein Epson Model 60 ist, denn das ist freundlicherweise, anders als bei Alps üblich, in den Drucker eingeprägt. Seine Dimensionen liegen zwischen denen der Alps-Modelle PTMFL 53 und PTMFL 71.

Aber wie funktioniert er? Einige kleine Öffnungen lassen erkennen, daß es auch ein Gummikettendrucker ist, der aber nach einem anderen System arbeitet als die von Alps. Merkwürdig ist, daß er keine Tintenrolle zu haben scheint, jedenfalls keine, die ohne Zerlegen des Geräts ausgetauscht werden könnte. Eine genauere Beschreibung folgt unter Epson Model 60, sobald ich mehr herausgefunden habe!

Im Artikel zu den Alps-Gummikettendruckern gibt es einen Abschnitt zur Spannungsversorgung in verschiedenen Rechnermodellen. Der EL-1610 und auch der kompaktere EL-1600 arbeiten mit 6 V, also mit vier AA- bzw. AAA-Zellen, während der EL-1609 mit drei AA-Zellen auskommt. Ist das Epson-Druckwerk bei der Spannung vielleicht weniger anspruchsvoll?

Eigenes Exemplar

  • Inv.Nr. 617, Seriennummer 0100359Y, Baujahr 1990, Zustand: funktionsfähig
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