Sharp EL-530

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Sharp EL-530

Der Sharp EL-530 ist ein wissenschaftlicher Taschenrechner mit einem achtstelligen LC-Display. Meine Exemplare sind wahrscheinlich von 1983 und 1984.

Der Taschenrechner ist ein typischer, relativ robust gebauter Schulrechner, der aber meiner Erfahrung nach nicht sehr verbreitet war (ich habe meiner Schul- und Studienzeit niemals einen anderen gesehen). Der Funktionsumfang ist für einen wissenschaftlichen Rechner dieser Zeit Standard; statistische und Hyperbelfunktionen sind nicht vorhanden. Eher ungewöhnlich ist eine [INV]-Taste anstelle einer [2ndF]-Taste, und tatsächlich ist diese Taste nur für Umkehrfunktonen im mathematischen Sinne zuständig. Die betroffenen Funktionen sind auf der Tastaturblende farblich hervorgehoben.

Die Eingabe erfolgt über eine „Radiergummitastatur“, die aber sehr angenehm zu bedienen ist. Der Rechner wird mit zwei AA-Batterien betrieben, die im oberen Bereich auch die Dicke des Gehäuses bestimmen. Weiter nach vorne wird der Rechner keilförmig etwas dünner.

Mein erster EL-530 war mein erster Taschenrechner überhaupt und auch mein erster Sharp. Ich habe den Rechner vermutlich 1983 als Schulrechner erhalten. Genau weiß ich es leider nicht mehr, und der Aufkleber mit der Seriennummer, aus der das Baujahr hervorgeht, ist längst verlorengegangen bzw. abgerieben worden. Der Datumscode des ICs „305“ könnte aber für 1983 stehen.

Ich habe den Rechner – wenn ich meinen PC-1401 nicht verwenden durfte – bei Prüfungen noch bis zum Ende meines Studiums verwendet, und auch danach noch zehn weitere Jahre, bis ich ihn im Frühjahr 2004 mehr aus Mitleid als aus technischen Gründen in die Vitrine gestellt habe. In diesen über 20 Jahren wurde der Rechner naturgemäß nicht immer sehr schonend behandelt und ist inzwischen ziemlich vergilbt, aber er hat mich nie im Stich gelassen. Er eignete sich auch gut dafür, alte AA-Batterien, die für andere Geräte nicht mehr genügend Kraft hatten, endgültig aufzubrauchen.

Ein zweites Exemplar habe ich Anfang 2005 erstanden. Die Seriennummer dieses Rechners ist eher ein Datumscode und beginnt auch nicht mit einer Ziffer, aus der bei Sharp normalerweise das Baujahr hervorgeht. Wenn die Ziffer nach dem Buchstaben das Baujahr angibt, stammt dieses Exemplar von 1984.

Bei dem zweiten Rechner war ein Schutzbehälter aus Plastik dabei; ob ein solcher Behälter auch zu meinem ersten Rechner geliefert wurde, kann ich heute nicht mehr sagen. Sicher ist, dass diese Box als EA-530HC separat erhältlich war.

Es gibt den EL-530 auch in einer farblich abweichende Version mit roter Unterseite. Er wurde auch als "EL-530-T" (steht nur auf dem Karton) zusammen mit einem zusätzlichen Büchlein mit Anwendungsbeispielen verkauft (ähnlich wie auch der Sharp EL-506H). Es ist möglich (aber keineswegs sicher), dass die rote Farbvariante diese T-Version kennzeichnet.

Innenleben

Der Gehäuseboden lässt sich mit Hilfe einer Münze leicht abnehmen, was auch zum Wechseln der Batterien notwendig ist. Das weitere Innenleben wird von einer großen Metallplatte verdeckt, die mit fünf Schräubchen befestigt ist. Darunter liegen die Tastaturfolien und genau über der Displayeinheit die Platine. Diese besteht aus einem flexiblem Material und enthält außer der nur mit "305" beschrifteten CPU einen SMD-Widerstand und sonderbarerweise zwei Drähte. Die Bezeichnung des ICs steht auf der Platine und ist unter einem der Drähte verborgen. Sie lautet LI3103F.

Die Tastatur besteht aus einer einzigen Gummimatte, die aus drei verschiedenfarbigen Abschnitten zusammengesetzt ist. Die Kontakte befinden sich auf zwei Folien, die durch dritte Folie, die als Abstandshalter dient und ein Loch pro Taste hat, getrennt werden.

Verwandtschaft

Der EL-530 ist zumindest numerisch der Ausgangspunkt einer Reihe weiterer Rechner, von denen mir bisher drei bekannt sind, der EL-530A, der EL-530L und der EL-530V – die letzten beiden haben mit dem EL-530 aber nicht mehr viel gemeinsam. Der EL-530V war Anfang 2014 noch ein aktuelles Modell, er war allerdings nur noch auf den britischen Sharp-Webseiten aufgeführt.

Ein optisch ähnlicher Rechner ist der EL-531, der jedoch etwas kleiner ist (eine Tastenreihe weniger), der jedoch trotzdem auch statistische Funktionen enthält. Statt der eher unüblichen [INV]-Taste gibt es eine [2ndF]-Taste, was die Mehrfachbelegung der Tasten erleichtert. Gerade die nur wenigen und auch mathematisch sinnvollen Mehrfachbelegungen haben mir am EL-530 aber gut gefallen.

Galerie

Eigene Exemplare

  • Inv-Nr. 500, Seriennummer fehlt, Baujahr 1983 (?), Zustand funktionsfähig, stark vergilbt
  • Inv-Nr. 789, Seriennummer F4023, Baujahr 1984 (?), Zustand funktionsfähig
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