Toshiba BC-1217

Aus Rechnerwiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Toshiba BC-1217

Der Toshiba BC 1217 ist ein 12-stelliger anzeigender Tischrechner mit Digitron-Display. Mein Exemplar ist von 1972.

Der Funktionsumfang des Rechners umfasst die Grundrechenarten, konstante Multiplikatoren und Divisoren, 5/4-Rundung und Registertausch. Über einen Schiebeschalter können ein Fließkommamodus sowie die Festkommamodi 0, 1, 2, 4 und 6 ausgewählt werden. Der BC-1217 hat einen vollwertigen Speicher mit vier Tasten und einem Automatikmodus. Die Taste [S] ruft den Speicherinhalt ab, die Taste [T] ruft ihn ab und löscht ihn außerdem.

Überlauf und Division durch null werden rechts in der Anzeige dargestellt, wobei der Speicher mit einem Punkt und ein Überlauf oder eine Division durch null mit einem großen senkrechten Strich angezeigt werden. Die Eingabe einer Zahl mit zu vielen Stellen wird nicht abgefangen; auch in diesem Fall gibt es einen Überlauf.

Innenleben

Das Gehäuse kann über zwei Schrauben auf der Unterseite und eine auf der Rückseite geöffnet werden. Zusätzlich müssen die Kappen der vier Schiebeschalter abgezogen werden, damit sich das Oberteil abheben lässt.

Die Tastatur ist auf vier Stützen festgeschraubt, die fest mit dem Gehäuseboden verbunden sind. Elektrisch ist sie über eine fast über die gesamte Breite des Rechners gehende Steckerleiste mit der Hauptplatine verbunden, wobei anders als z.B. im BC-1002 kein Kabel im Spiel ist, also beide Hälften des Steckers direkt an den Platinen befestigt sind. Auf diese Weise trägt der Stecker nicht unwesentlich zur Fixierung der Hauptplatine bei.

Die auf der Hauptplatine montierte Displayeinheit besteht aus 13 einzelnen Röhren, von denen die rechte die bereits erwähnten Minus- und Fehleranzeigen enthält. Die Ziffern werden mit acht Segmenten dargestellt, wobei ein zusätzliches senkrechtes Segment eine schönere Darstellung der Vier und eine besser zentrierte Darstellung der Eins ermöglicht.

Auf der Hauptplatine befinden sich acht ICs von Toshiba und NEC. Die beiden großen ICs in den weißen Keramikgehäusen sind vom Typ D280D und D282D. Sie werden unterstützt von einem TD2007P, drei T3084, einem µPD261C und einem µPD262C. Die Anzeigeröhren werden über eine Reihe von Transistoren angesteuert.

Die in einem robusten Kunststoffrahmen aufgebaute Tastatur basiert auf Reed-Schaltern, und die Tasten bestehen mit Ausnahme ihrer Kappen aus Metall – eine fast unverwüstliche Konstruktion.

Verwandtschaft

Der BC-1217 ist ein Vertreter einer ganzen Familie von Rechenmaschinen, die sich äußerlich z.T. kaum voneinander unterscheiden.

Das älteste Modell der Familie ist der 1971 erschienene BC-1215. Der in einem neuen Gehäuse sitzende BC-1217 ist 1972 erschienen, der BC-1204 spätestens 1973. Letzterer ist das speicherlose Gegenstück zum BC-1217. Trotz einiger gemeinsamer Komponenten wirkt dieses Modell im Inneren etwas moderner als der BC-1217; insbesondere hat es eine einteilige Anzeigeeinheit.

Die Nachfolgemodelle des BC-1217, BC-1217A und BC-1217C, haben andere Platinen mit weniger ICs, einen anderen Tastaturrahmen und auch einen leicht abweichenden Funktionsumfang. Wie der BC-1204 haben sie eine einteilige Anzeigeeinheit.

Auch die spätestens 1976 erschienenen Modelle BC-1260 und BC-1260A sitzen noch im gleichen Gehäuse, glänzen aber mit einer hinzugekommenen Wurzelfunktion. Das modernste Modell dieser Familie, der spätestens 1977 erschienene BC-1270, sitzt in einem etwas kleineren Gehäuse und unterscheidet sich von den anderen auch durch seine einfarbigen Tasten – hier wurden offensichtlich Produktionskosten gespart. Trotzdem ist die Familienähnlichkeit unübersehbar.

Galerie

Eigenes Exemplar

  • Inv.-Nr. 840, Seriennummer M52894, Baujahr 1972, Zustand: funktionsfähig

Externe Links

Persönliche Werkzeuge
Namensräume

Varianten
Aktionen
Navigation
Werkzeuge