Triumph-Adler 1121 PD

Aus Rechnerwiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Triumph 1121 PD

Der Triumph-Adler 1121 PD ist ein 1982 oder spätestens 1983 erschienener 12-stelliger druckender Tischrechner mit Leuchtanzeige.

Der Rechner ist das erste Modell der Reihe 1121 PD, die mit einem gleichnamigen Modell bis heute verkauft wird. Gemeinsames Merkmal dieser Rechner und auch der wesentliche Unterschied zur Reihe 121 PD ist eine Tastatur nach DIN 9755 mit streng getrennten Punkt- und Strichrechnungstasten sowie einer [=]-Taste, eine sogenannte Addiermaschinentastatur, die ursprünglich wohl den Umstieg von mechanischen Maschinen erleichtern sollte.

Auch technisch besteht ein großer Unterschied zur Reihe 121 PD, denn der 1121 PD wurde nicht von General gebaut, wie bis dahin die meisten druckenden Tischrechner von Triumph-Adler, sondern von NMB in Singapur. Der Rechner unterscheidet sich deshalb im Design von den parallel angebotenen Modellen und hat außerdem ein NMB-Druckwerk (NMB 252) statt der bis dahin verbauten Epson-Druckwerke. Nur der klappbare Rollenhalter wurde unverändert beibehalten.

Funktional ist der 1121 PD gut ausgestattet; außer den üblichen Funktionen gibt es einen Postenzähler mit Durchschnittsberechnung sowie Delta-Prozent- und Aufschlagsrechnung.

Ein direkter Vorgänger des 1121 PD ist mir nicht bekannt. Das Modell 12 P (CP43(8)) hatte zwar eine Addiermaschinentastatur, aber weder eine Anzeige noch einen Speicher. Es ist deshalb eher als der Vorgänger des kleineren Bruders des 1121 PD zu betrachten, des 1012 PD, der zwar ein Display hat, aber keinen Speicher.

Das Nachfolgemodell des 1121 PD ist der 1121 PD-II, der seltsamerweise wieder von General gebaut wurde.

Modellnummer

Hier sind ein paar Gedanken zur den Nummern 1121 und 1012 angebracht. Schon die (mindestens zwei) Modelle mit der Bezeichnung 12 P haben sich mit ihrer Nummer von den anderen druckenden Rechnern unterschieden, bei denen eine "große" Baureihe mit vierstelligen Nummern (z.B. 1218 P) und eine "kleine" Baureihe mit dreistelligen Nummern (z.B. 120 P oder 121 PD) unterschieden wurde.

Warum aus der zweistelligen Zahl 12 eine vierstellige wurde, kann man noch nachvollziehen, denn damit konnten Modelle mit und ohne Speicher unterschieden werden, ohne mit den Typenbezeichnungen der Reihe 121 PD zu kollidieren. Aber warum das Modell mit Speicher 1121 PD genannt wurde und das ohne 1012 PD, ist nicht nachvollziehbar. Logisch und auch analog zur Reihe 121 PD wäre die Bezeichnung 1120 PD für das Modell ohne Speicher. Alternativ könnte man die 1012 als die alte 12 mit einer davorgesetzten 10 betrachten, aber dann müsste das Modell mit Speicher 1112 PD heißen und nicht 1121 PD.

Übrigens ist in den 1990er Jahren ein Modell mit der Nummer 1120 erschienen, der 1120 PD carat, allerdings mit Speicher!

Innenleben und Verwandtschaft

Der 1121 PD wird von zwei Schrauben, seitlichen Schnappverschlüssen und Nasen an der Vorderkante zusammengehalten. Vor dem Öffnen sollte man die Schiebeschalterkappen entfernen.

Das Innenleben bietet keine Überraschungen; der Aufbau folgt dem üblichen Schema. Der Drucker kann ausgesteckt werden, aber der Rest der Komponenten sind untrennbar miteinander verbunden.

Es zeigt sich, dass der Rechner technisch fast identisch ist mit dem Olympia CPD 5212 S: Die Gehäuseunterschale und Platine sind gleich, und das Druckwerk unterscheidet sich nur in der Ausführung der Abreißkante.

Galerie

Eigenes Exemplar

  • Inv.Nr. 1971, "Triumph", Seriennummer 77030028, Baujahr 1983, Zustand: funktionsfähig

Externe Links

Persönliche Werkzeuge
Namensräume

Varianten
Aktionen
Navigation
Werkzeuge