Triumph-Adler 120 P (CP4) (2)

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Adler 120 P (CP4), 2. Version

Der Triumph-Adler 120 P (CP4) ist ein zwölfstelliger druckender Tischrechner ohne Anzeige. Diese 2. Version unterscheidet sich von der 1. Version insbesondere durch drei zusätzliche Tasten oberhalb des Ziffernblocks. Meine Exemplare sind von 1975.

Dieses Modell wird auf dem Typenschild wie das im gleichen Gehäuse sitzende Vorgängermodell mit CP4 bezeichnet. Der nicht unerheblich erweiterte Funktionsumfang und ein anderes Haupt-IC rechtfertigen jedoch die Behandlung als eigenständiges Modell. Im Gegensatz zum Vorgänger erscheint dieses Modell im Büromaschinenlexikon, erstmals in der Ausgabe 1976.

Gegenüber der ersten Version sind drei Tasten [(−)], [EX] und [%] für Vorzeichenwechsel, Registertausch und Prozentrechnung hinzugekommen. Die Vorzeichenwechseltaste hat dabei die Position der [K]-Taste eingenommen, die dafür nach oben zu den beiden anderen neuen Tasten gewandert ist. Der Rest der Tastatur und der Schiebeschalter sind unverändert geblieben.

Es gibt einige weitere Unterschiede zwischen beiden Modellen, die erst beim zweiten Hinsehen auffallen: Der erste betrifft die blaue Plustaste, die rechts einen Rand bekommen hat, der ein Abrutschen der Finger auf die Nachbartaste verhindert soll. Der zweite betrifft das Druckwerk: Ein durch die Druckerabdeckung ragendes Hebelchen erlaubt es, die Andruckwalze für den Papiervorschub zu lockern, ohne die Abdeckung öffnen zu müssen. Auch die Form der transparenten Scheibe in der Druckerabdeckung hat sich leicht verändert.

Innenleben

Mechanisch entspricht dieses Modell der Vorgängerversion, und Netzteil und Druckwerk sind gleich. Ein Unterschied findet sich im Bereich der Tastatur: Obwohl die drei zusätzlichen Tasten nicht auf die Platine gelötet sind, hat sich diese verändert, weil die Lötpunkte für die entsprechenden Kabel hinzugekommen sind und die [K]-Taste ihre Position verändert hat. Die Nummer der neuen Tastaturplatine ist 5249001003B.

Die Hauptplatine in meinem älteren Exemplar ist eine nur unwesentlich veränderte Version der Platine des Vorgängermodells (Nummer 5239009004B). Die wesentliche Änderung sind einige neue Bohrungen und Aufdrucke im linken vorderen Bereich, die aber im 120 P nicht verwendet werden. Sie scheinen auch nichts mit dem neuen Haupt-IC zu tun haben, ein Hitachi HD35107, das vermutlich pinkompatibel mit dem HD35100 im Vorgängermodell ist. Wie im älteren Modell ist als zweites IC ein HD32112P vorhanden, das im Wesentlichen für den Drucker zuständig zu sein scheint. Die Platine trägt einen Datumsstempel vom 21. Mai 1975 (50.5.21, wobei 50 für das japanische Kaiserjahr Shōwa 50 steht).

In meinem neueren Exemplar sitzt eine stärker geänderte Platine mit der Nummer 524901105-C. Die ICs sind die gleichen, ebenso die Elektronik für die Spannungsversorgung. Der Unterschied besteht darin, dass die beiden Hybridbausteine zur Ansteuerung des Druckers durch diskrete Widerstände und Transistoren ersetzt worden sind, was ein wenig wie ein technischer Rückschritt erscheint. Ein Datumstempel ist auf dieser Platine nicht zu finden.

Verwandtschaft

Wie vom Vorgänger ist mir auch von diesem Modell keine Version mit Speicher (121 P) bekannt. Das Nachfolgemodell ist der 120 P (CP9).

Die erwähnten nicht verwendeten Bohrungen und Bestückungsplätze der Platine lassen vermuten, dass es ein verwandtes Modell mit einem abweichenden Funktionsumfang gibt, entweder von Triumph-Adler oder von General. Möglicherweise ist es der mir nicht vorliegende 126 P, der im Büromaschinenlexikon zusammen mit dem 120 P aufgeführt ist.

Galerie

Eigene Exemplare

  • Inv.-Nr. 1969, Seriennummer 67104690, „Adler“, Baujahr 1975, Zustand: funktionsfähig
  • Inv.-Nr. 4039, Seriennummer 67086910, „Triumph“, Baujahr 1975, Zustand: Druckwerk defekt (Farbbandvorschub), sonst ok

Externe Links

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