Triumph-Adler 1216 P

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Adler 1216 P

Der Triumph-Adler 1216 P (CP8) ist ein 12-stelliger druckender Tischrechner ohne Anzeige. Mein Exemplar ist von 1976, aber möglicherweise ist das Modell schon 1975 erschienen.

Während die beiden Vorgängermodelle 1214 P und 1215 P funktional identisch waren, glänzt der 1216 P mit einem erweiterten Funktionsumfang: Zwei zusätzlichen Schiebeschalter für Rundung und Addiermaschinenmodus haben zwei der einrastenden Tasten der Vorgänger ersetzt, und der Platz wurde für eine zweite Prozenttaste und eine Wurzeltaste genutzt. Die [EX]- und [K]-Tasten sowie das zur letzteren gehörende rote Lämpchen sind dabei nach links gewandert, aber der Rest der Tastatur hat sich nicht verändert.

Innenleben

Der Rechner ist über vier Schrauben auf der Unterseite verschlossen. Die Oberschale kann nach dem Abziehen der Schiebeschalterkappen leicht entfernt werden, weil die Tastatur nicht daran befestigt ist. Tatsächlich liegt sie relativ lose im Rechner und wird nur von der Oberschale fixiert.

Nach dem Abschrauben eines Massekabels und dem Abziehen eines Steckers kann die Tastatur entfernt werden. Sie ist auf einer Metallplatte aufgebaut und mit Reed-Schaltern ausgestattet. Die Vorgängermodelle haben diese teuren Schalter nicht, was ungewöhnlich ist, denn normalerweise ist der Trend eher hin zu einer billigeren Bauweise gegangen. Die Tastaturplatine hat die Nummer 5264002005; neben ihr sitzt eine kleinere Platine für die Schiebeschalter mit der Nummer 5264003003. Rechts neben den Speichertasten sind Plätze für weitere Tasten vorhanden; diese finden im 1426 P Verwendung, der mit zwei Speichern ausgestattet ist.

Die Hauptplatine hat die Nummer 5264001006. Sie enthält sechs ICs, von denen vier BA612 als Treiber-ICs für den Drucker dienen. Das Haupt-IC ist ein Hitachi HD36911, das von einem etwas kleineren HD3219P unterstützt wird. Letzteres war bereits in den früher erschienenen Modellen 1214 P und 1414 P vorhanden, und soweit man es am Verlauf der Leiterbahnen erkennen kann, hängt es mit der Abfrage der Tastatur zusammen.

Ungewöhnlich in meinem Exemplar ist der große Abstand im Alter des Haupt-ICs und dem Rest der ICs bzw. der Platine selbst. Das HD36119 stammt von August 1975 (Datumscode 5H), während das HD3219 genau ein Jahr jünger ist. Auch die Platine selbst trägt einen Stempel vom 7. August 1976. Ob mein Exemplar nur ein besonders junges ist oder ob dieses Modell tatsächlich erst 1976 erschienen ist, muss im Moment offen bleiben. Sicher ist, dass es das Schwestermodell 1426 P schon seit 1975 gibt.

Während der 1215 P in Deutschland gebaut wurde, stammt der 1216 P wie schon der 1214 P von General in Japan, was an vielen Details erkennbar ist. Das Druckwerk ist jedoch das gleiche wie im 1215 P, ein Diehl DP 50. Ein deutsches Druckwerk in einem japanischen Rechner ist äußerst ungewöhnlich!

Ungewöhnlich ist auch der kleine Lautsprecher im Gehäuseboden, der akustisch das versehentliche gleichzeitige Drücken von zwei Tasten anzeigt. Einen solchen Lautsprecher findet man auch in den Modellen 1426 P und 1217 PD.

Verwandtschaft

Im gleichen Gehäuse wie der 1216 P sitzt der bereits erwähnte 1426 P, ein Modell mit 14 Stellen und zwei Speichern.

Vom 1214 P und vom 1215 P hat es jeweils ein Modell ohne Speicher gegeben, aber ein entsprechendes Schwestermodell des 1216 P ist mir noch nicht begegnet. Auch ein 14-stelliges Modell mit nur einem Speicher scheint nicht zu existieren.

Einen 1217 P hat es sehr wahrscheinlich nicht gegeben (dafür aber den 1217 PD mit Anzeige), und der Nachfolger des 1216 P ist deshalb der im Funktionsumfang identische, aber in Deutschland gebaute 1218 P.

Galerie

Eigenes Exemplar

  • Inv.-Nr. 4024, Seriennummer 67313815, „Adler“, Baujahr 1976, Zustand: funktionsfähig

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