Triumph-Adler 121 XPD

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Adler 121 XPD

Der Triumph-Adler 121 XPD (CP44(10)) ist ein 12-stelliger druckender Tischrechner mit Digitron-Anzeige. Meine drei Exemplare sind von 1981.

Der 121 XPD ist trotz des „extra“ oder „groß“ vortäuschenden X preislich unter den Standardrechnern der Reihe 121 PD angesiedelt und gehört zur Reihe 8210/8212 bzw. XPD. Das Vorgängermodell ist der 12 XPD (CP44(2)), von dem sich der 121 XPD funktional durch einen vollwertigen Speicher mit vier Tasten unterscheidet.

Tastatur

Obwohl das Gehäuse das gleiche ist, hat sich auch die Bauart der Tastatur grundlegend verändert: Hatte der 12 XPD noch eine „große“ Tastatur, wie sie auch die höherwertigen Modelle haben, wurde beim 121 XPD eine völlig anders konstruierte Tastatur mit deutlich kleineren Tasten eingebaut. Die Mittenabstände sind dabei aber praktisch unverändert geblieben, so dass jetzt jede Taste ihre eigene Öffnung in der Tastaturblende hat.

Natürlich fühlen sich die kleineren Tasten auch etwas billiger an, aber ihr größtes Problem ist, dass der verwendete Kunststoff sehr alterungsanfällig ist. Bei dem abgebildeten Exemplar sind die ursprünglichen Farben noch einigermaßen erhalten, aber besonders die farbigen Tasten, aber auch die schwarzen, neigen dazu, stark auszubleichen, so dass die Plustaste hellblau wird, die Minustaste rosa, die schwarzen Tasten grau und die gelbe Clear-Taste fast weiß. Ein Extrembeispiel ist mein LC 110, der im Prinzip die gleiche Tastatur hat und in dessen Artikel ich auf das Phänomen genauer eingehe.

Funktionsumfang

Im Design ähnelt der Rechner dem zeitgenössischen 121 PD (CP46(3)). Erstaunlicherweise hat das „billige“ Modell genauso viele Tasten wie das „teure“, nämlich 28 Stück, die allerdings völlig anders angeordnet sind. Ein grundsätzlicher Unterschied zwischen den Tastaturen besteht nämlich darin, dass der 121 XPD wie schon sein Vorgänger eine Addiermaschinentastatur mit links angeordneten Punktrechnungstasten hat. Im Grunde hat er sogar noch eine Taste mehr, denn der 121 PD hat eine Papiervorschubtaste, die beim 121 XPD fehlt – stattdessen hat der Drucker ein Handrädchen. Die dafür hinzugekommene Taste ist die [=]-Taste, deren Funktion beim 121 PD von der Zwischen- und der Endergebnistaste übernommen wird. Eine gegenüber dem größeren Modell fehlende Funktion des 121 XPD ist der Umschalter für den Rundungsmodus, und auch der Kommawahlschalter bietet nur vier statt acht Positionen: F, 0, 2 und AM.

Innenleben

Der Rechner wird hinten von zwei Schrauben und vorne von zwei Kunststoffnasen zusammengehalten. Platine, Drucker, Tastatur und Trafo sind ohne Steckverbindungen untrennbar miteinander verbunden. Die Anzeige ist mit der Tastatureinheit verbunden. Sie ist nur zugänglich, wenn man die dunkle Blende vom hellen Gehäuseteil entfernt, was nicht ganz einfach ist.

Die Platine hat die Nummer 5235015017. Die CPU ist ein General (Hitachi) HD38424, der in einer Öffnung in der Platine sitzt, also von beiden Seiten sichtbar ist. Der Drucker ist ein Epson Model 720. Seine Tintenrolle wird von unten eingesetzt, weswegen der Rechner keine abnehmbare Druckerabdeckung hat, dafür aber einen Deckel im Gehäuseboden.

Der Datumsstempel auf der abgebildeten Platine lautet 56.1.10, was für den 10. Januar 1981 steht, wobei 1981 dem japanischen Kaiserjahr Shōwa 56 entspricht.

Ähnliche Rechner

Der 121 XP ist eine Variante des 121 XPD ohne Anzeige. Ich kenne den Rechner nicht, und er wird auch im Büromaschinenlexikon nicht erwähnt, er hat jedoch ein gemeinsames Handbuch mit seinem anzeigenden Bruder. Es gibt auch zwei zehnstellige Modelle, den 10 XPD mit GT-Speicher, und den 101 XPD mit vollwertigem Speicher. Bereits erwähnt wurde der 12 XPD, ein zwölfstelliges Modell mit GT-Speicher. Auch von diesem gibt es eine Version ohne Anzeige, den 12 XP.

Das Nachfolgemodell des 121 XPD ist der 8212 PD (CP 48(1)), der sich bei gleichem Funktionsumfang (und gleicher CPU) durch ein vollständig helles Gehäuse sowie durch eine geänderte Form der Plus- und Minustasten unterscheidet. Von diesem Modell gibt es auch eine ansonsten gleiche 10-stellige Variante, den 8210 PD (CP48).

Der Merona 121 XPD (CP48(2)) ist dem 121 XPD äußerlich recht ähnlich; er hat jedoch eine helle Gehäuseunterschale und die moderneren Plus- und Minustasten. Abgesehen von der dunklen Tastatur- und Displayblende entspricht er damit dem oben erwähnten 8212 PD und enthält auch dessen Platine.

Galerie

Eigene Exemplare

  • Inv.Nr. 1977, „Adler“, Seriennummer 75840438, Baujahr 1981, Zustand funktionsfähig, mit Handbuch
  • Inv.Nr. 1978, „Triumph“, Seriennummer 75979595, Baujahr 1981, Zustand funktionsfähig
  • Inv.Nr. 4021, Seriennummer fehlt, Baujahr 1981, Baujahr 1981, Zustand: funktionsfähig, alle Schilder fehlen

Externe Links

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