Triumph-Adler 806

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Triumph 806

Der Triumph-Adler 806 (EC34) ist ein achtstelliger anzeigender Tischrechner mit VF-Display. Meine Exemplare sind von 1977.

Der 806 ist der Nachfolger des 805. Neben dem abweichenden Gehäuse – der metallische Zierstreifen ist wieder entfallen – ist die Tastenanordnung der größte äußere Unterschied zum Vorgängermodell. Es gibt jetzt keine [+=]- und [−=]-Tasten mehr, sondern die von Taschenrechnern gewohnten [+]-, [−]- und [=]-Tasten. Die Anordnung der jetzt fünf Rechentasten ist allerdings etwas gewöhnungsbedürftig.

Der 806 wird also wie ein Taschenrechner bedient und nicht mehr wie eine klassische Rechenmaschine – denkt man. Tatsächlich entsprechen die [+]- und [−]-Tasten nach wie vor [+=]- und [−=]-Tasten, und das [=] gilt nur für Punktrechnungen. Die [=]-Taste ermöglicht es aber, dass der Rechner immer mit konstanten Faktoren rechnet, so dass die einrastende (und verschleißanfällige!) [K]-Taste der Vorgänger entfallen konnte. Weil außerdem die [CI]-Taste in der Größe halbiert wurde, haben zwei neue Tasten Platz gefunden: [%] und [(−)], wobei letztere eine Vorzeichenwechseltaste ist. Auch ein Schiebeschalter mit den Positionen AM, F, 2 und 3 ist hinzugekommen.

Das Nachfolgemodell ist der 807 (EC51), der in einem neuen Gehäuse sitzt und bei dem die Tasten wesentlich übersichtlicher angeordnet sind.

Innenleben

Nicht nur der Funktionsumfang wurde gegenüber dem Vorgängermodell geändert, sondern auch das Innenleben. Waren die Vorgängermodelle bei Zerlegen geradezu ein Vergnügen, wurde der innere Aufbau mit dem 806 radikal geändert: Die praktischen Steckverbindungen sind entfallen, und Tastatur, Hauptplatine und Trafoeinheit hängen über untrennbare Kabel zusammen. Zusätzlich erschwert ein Kabel von der Tastatur zu dem am Gehäuse festgeschraubten Schiebeschalter die Demontage.

Statt der teilweise aus Metall bestehenden Anzeigeeinheiten des Vorgängers findet sich im 806 eine modernere Anzeige aus Glas, hergestellt von Itron. Auch die Tastatur scheint jetzt von einem anderen Hersteller zu kommen; zumindest sieht sie von innen anders aus als bisher.

Unter der Displayeinheit befindet sich das Haupt-IC, ein NEC µPD943C, das von einem Toshiba TM4358P unterstützt wird. Es kommt auch im Nachfolgemodell 807 zum Einsatz.

Es gibt mindestens eine ältere als die gezeigte Platinenversion. Sie ist in meinem Royal 8K enthalten, aber die Beschriftung mit T806-340402A lässt vermuten, dass sie ursprünglich für den TA 806 entwickelt wurde. Die wesentlichen Unterschiede bestehen darin, dass die Anzeigeeinheit eine zylindrische Bauform hat und dass die vom Trafo kommenden Kabel ausgesteckt werden können. Die ICs sind wie in der neueren Version ein µPD943C und ein TM4358P.

Verwandtschaft

Der 806 ist noch mehr als seine Vorgänger ein relativ eigenständiges Modell. Nicht nur das Innenleben unterscheidet sich von dem der 12-stelligen Modelle 1206 und 1216, sondern auch das Gehäuse. Letzteres ist insofern bemerkenswert, weil es von den Rechnern der Vor-Vorgängergeneration 804 bis 1214 stammt. Es unterscheidet sich aber im Bereich der Anzeige, so dass der Schiebeschalter an der üblichen Position angeordnet werden konnte.

Der 816 AD ist kein 806 mit Speicher und Akku, sondern ein kleineres, völlig eigenständiges Modell für Batteriebetrieb. Einen 806 AD oder einen 816 scheint es nicht zu geben.

Technisch weitgehend identisch mit dem TA 806 ist der bereits erwähnte, in einem anderen Gehäuse sitzende Royal 8K.

Galerie

Eigene Exemplare

  • Inv.Nr. 1991, "Triumph", Seriennummer 65135547, Baujahr 1977, Zustand: funktionsfähig
  • Inv.Nr. 4083, "Triumph", Seriennummer 65140479, Baujahr 1977, Zustand: funktionsfähig
  • Inv.Nr. 4064, "Triumph", Seriennummer 65143480, Baujahr 1977, Zustand: funktionsfähig

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