Triumph-Adler Sir (80-M)

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Triumph-Adler Sir (Version 80-M)

Die Version 80-M des Triumph-Adler Sir ist 1976 erschienen. Trotz erheblicher Unterschiede wird sie auf dem Typenschild wie die älteren Versionen des Sir als EC20-S bezeichnet.

Diese Version unterscheidet sich von den anderen Versionen auf den ersten Blick nur durch die [M]-Taste für die Bedienung des Speichers. Weil die Zahl der Tasten gleich geblieben ist, sind dafür die [CI]- und [C]-Tasten zu einer [C/CI]-Taste zusammengefasst worden.

Doch die Unterschiede sind wesentlich tiefer gehend: Fast nur im direkten Vergleich fällt auf, dass der neue Sir noch etwa kleiner ist als es der alte ohnehin schon war. Bei unveränderter Höhe (bzw. Dicke) wurden Breite und Tiefe jeweils um 3 mm reduziert, er misst also 62 mm × 92 mm × 22 mm. Die Größe der Tasten ist gleich geblieben, aber sie sitzen horizontal etwas enger zusammen. Interessanterweise sind die Tastaturmodule beider Versionen aber praktisch gleich groß, so dass der engere Tastenabstand nicht durch die reduzierte Breite des Rechners erzwungen wird.

Die Bedienung des Speichers ist nicht ganz intuitiv. Mit nur einer Taste erwartet man zunächst, dass man es mit einem automatisch akkumulierenden Speicher zu tun hat, bei dem die [M]-Taste die Gesamtsumme ausgibt. Doch so ist es nicht; tatsächlich dient die [M]-Taste als Vorwahltaste für die eigentliche Speicheroperation: [M][+] addiert einen Wert zum Speicherinhalt, [M][−] subtrahiert ihn, [M][=] gibt den Speicherinhalt aus, und [M][C/CI] löscht ihn. Ein von null abweichender Speicherinhalt wird durch einen Punkt links im Display angezeigt.

Innenleben

Der mechanische Aufbau des neuen Sir entspricht dem der älteren Versionen, wobei er der Version 80-Fa ähnlicher ist als der Version 80-J, denn enthält eine zylindrische Anzeigeröhre. Diese ist kompakter als die flache Anzeigeeinheit in der Version 80-J, was die um einige Millimeter reduzierten Abmessungen ermöglicht hat.

Der sichtbar Teil der Anzeige ist dabei deutlich kleiner als in der Version 80-J (siehe Bilder): Bei letzteres haben die neun Siebensegmentanzeigen zusammen eine Breite von etwa 37 mm, in den Versionen 80-Fa und 80-M nur etwa 28 mm. Die Ziffern sind auch in der Höhe kleiner geworden. Auf dem Vergleichsbild sieht man auch, dass die 80-M-Platine schmaler ist als die 80-J-Version.

Auf der mit 80-M beschrifteten Platine sitzt ein IC vom Typ M58618-84P. Alle drei Exemplare in meiner Sammlung haben IC-Datumscodes von 1975, aber einen Datumsstempel von 1976 auf dem GICO-Tastaturmodul. Dieses lässt sich übrigens nicht zerlegen, denn die Platine ist mit dem Oberteil vernietet. Auch die an beiden Enden mit der Platine verlöteten Kontaktbleche für das Batteriefach würden ein einfaches Zerlegen verhindern.

Verwandte Rechner

Der engste Verwandten des Sir 80-M sind Royal 81M und der Imperial 81M, die sich bei gleicher Farbgebung wohl nur in der Beschriftung unterscheiden.

Eine Lady-Version mit Speicher ist mir noch nicht begegnet, wäre aber mit den vorhandenen Komponenten möglich gewesen (siehe Bild).

Galerie

Eigene Exemplare

  • Inv.-Nr. 1960, Seriennummer 68.947.164.08B, „Adler“, Zustand: funktionsfähig
  • Inv.-Nr. 4031, Seriennummer 68.949.763.12B, „Triumph“, Zustand: funktionsfähig
  • Inv.-Nr. 4032, Seriennummer 68.945.998.05B, „Triumph“, Zustand: funktionsfähig

Externe Links

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