Triumph-Adler PD 1

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Datei:TA PD1.jpg
Triumph PD 1

Der Triumph-Adler PD 1 ist ein druckender Handrechner mit einem zehnstelligen Digitron-Display, der erste seiner Art von Triumph-Adler. Meine Exemplare sind von 1979 und 1980.

Das Druckwerk ist ein Epson Model 723, eine abgespeckte, aber ebenso große Variante des Model 720. Diese Druckwerke findet man auch in preiswerteren Tischrechnern, aber da sie überwiegend aus Kunststoff bestehen und dank einer Tintenrolle keine aufwendige Farbbandmechanik benötigen, hält sich das Gewicht des PD 1 in Grenzen; es liegt mit Akkus bei etwa 600 Gramm.

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Betrieben wird der Rechner über fest eingebaute NiCd-Akkus. Als mögliche externe Netzteile bzw. Ladegeräte sind auf dem Gehäuseboden die Modelle AD90, 91J, 92, 93 und 94 angegeben. Mir liegt ein AD91J vor, das laut Typenschild 5,8 V bei 130 mA liefern soll (meines tut es aber leider nicht mehr). Der Minuspol des Steckers befindet sich innen, was auf dem Netzteil angegeben ist, nicht jedoch auf dem Rechner selbst.

Innenleben

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Die vier in Reihe geschalteten Akkus im AA-Format liegen unterhalb der Tastatur quer über der Hauptplatine und verdecken dabei das Haupt-IC, das in eine rechteckige Öffnung der Platine versenkt eingebaut ist. Es ist von Typ General HD38451LF, also eigentlich ein Hitachi-IC. Dies deutet, wie auch andere typische Details, auf den Hersteller des Rechners hin. General hat auch viele andere Triumph-Adler-Rechner dieser Zeit gebaut.

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Probleme

Mein Adler PD 1 ist defekt. Irgendwann müssen die alten Akkus ausgelaufen sein, und jemand hat neue eingelötet, die aber auch schon begonnen haben auszulaufen. Auch nach deren Entfernung ließ sich der Rechner nicht in Gang bringen; so wie es aussieht, hat möglicherweise schon der erste Auslaufschaden Leiterbahnen auf der Platine beschädigt. Evtl. ist aber auch der Drucker schuld. An meinem zweiten Exemplar ist zu erkennen, dass er sich beim Einschalten einmal durchdreht, auch wenn der Druckerwahlschalter auf NP steht, und wenn die Spannung zu gering ist, bleibt er dabei hängen, und der Rechner kommt nie in seinen Grundzustand (ein Problem, an dem auch modernere Rechner dieser Art leiden).

Meinen Triumph PD 1 habe ich viele Jahre später mit dem oben erwähnen Netzteil erhalten; dieses scheint allerdings nicht zu funktionieren. Mit Hilfe eines anderen Netzteils konnte ich die Akkus innerhalb weniger Minuten so weit aufladen, dass der Rechner gestartet ist. Bei diesem Exemplar sind die Akkus übrigens so sauber eingelötet, dass ich nicht ausschließen will, dass es noch die originalen von 1980 sind. Ihre Kapazität reicht immerhin noch für ein paar Minuten Betrieb, allerdings nur ohne Druckwerk. Ob dieses noch funktioniert, kann ich erst sagen, wenn ich eine passendes Netzteil gefunden habe; das für den ersten Test verwendete ist mit 4,5 V eigentlich zu schwach dimensioniert.

Eigene Exemplare

  • Inv.Nr. 4063, "Adler", Seriennummer 75703305, Baujahr 1980, Zustand: ausgelaufene Akkus entfernt, wahrscheinlich defekt
  • Inv.Nr. 4088, "Triumph", Seriennummer 71992397, Baujahr 1980, Zustand: funktionsfähig
  • Inv.Nr. 4105, "Triumph", Seriennummer 71969552, Baujahr 1979, Zustand: noch ungetestet, Akkus fangen an auszulaufen

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