MBO TRS 1400

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MBO TRS 1400

Der MBO TRS 1400 (Best.-Nr. 0603) ist ein druckender Tischrechner mit Leuchtanzeige. Mein Exemplar ist von 1976.

Dieses Modell ist, soweit man es aus der Bestellnummer schließen kann, zusammen mit oder kurz nach den Modellen TRS 1300 P (Nr. 0601) und TRS 1300 PCR (Nr. 0602) erschienen. Allerdings darf man sich auf die Reihenfolge dieser Nummern nicht hundertprozentig verlassen, und tatsächlich ist mein TRS 1400 etwas älter als meine TRS 1300 P und TRS 1300 PCR. Natürlich ist es auch denkbar, dass diese Modelle ebenfalls schon 1976 erschienen und für mehr als ein Jahr gebaut worden sind. Ebenfalls denkbar wäre, dass mein Exemplar etwas jünger ist als es sich aus den Datumscodes des ICs und anderer Komponenten ergibt.

Der TRS 1400 gehört, anders als die TRS-1300-Modelle, nicht in die Gruppe der „schweren“ Tischrechner, sondern ist eine eigenständige Konstruktion. Soweit man es aus den mir vorliegenden Bildern erkennen kann, entspricht er bis ins Detail dem Casio R-220. Er hat auch die für Casio-Rechner dieser Zeit typische Eigenschaft, dass er mit einem grün-schwarzen Farbband betrieben werden sollte, so dass die Eingabewerte unabhängig vom Vorzeichen in grün und die Ergebnisse in schwarz gedruckt werden. Anders als meinen Casio R-11 habe ich den MBO tatsächlich mit einem solchen, heute anscheinend nicht mehr erhältlichen Farbband erhalten!

Der Funktionsumfang des Rechners lässt für einen Tischrechner dieser Klasse kaum Wünsche offen. Neben einem Speicher mit vier Tasten ist ein Konstanten-Speicher vorhanden. Nicht alltäglich ist die HMS-Funktion, die zum Umrechnen von Uhrzeiten ins Dezimalsystem und zurück dient. Insgesamt ist die Bedienung des Rechners und auch die Beschriftung der Tasten für mich relativ ungewöhnlich, was wohl daran liegt, dass ich nur sehr wenige Casio-Rechner in der Sammlung habe.

Innenleben

Verglichen mit den z.T. schon früher erschienenen MBO-Tischrechnern, die von NASCO gebaut wurden, wirkt das Innere des TRS 1400 etwas veraltet. Die Platine ist deutlich größer, und die VF-Anzeigeeinheit besteht aus einer zylindrischen Röhre anstelle der später üblichen flachen Bauweise. Der anscheinend größere Stromverbrauch dieser älteren Komponenten erfordert auch einen relativ großen Trafo.

Trafo und Druckwerk sind, anders als bei den NASCO-Rechnern, auf einer Kunststoffplatte montiert, eine Konstruktion, die ich bisher in keinem anderen Rechnermodell gefunden habe. Ungewöhnlich ist auch, dass der Drucker, ein Epson Model 310, einen anderen Anschlussstecker hat als in allen anderen mir bekannten Rechnern mit diesem Druckwerk. Im gewohnten Blau ist der Stecker aber trotzdem.

Die CPU ein Hitachi HD3795; der Drucker wird über drei Sanyo B1287 angesteuert. Bei dem schwarzen Kunststoffkasten rechts unten auf der Platine handelt es sich um einen kleinen Transformator vom Typ Fuji UT 0648. Die Metallblende hinter der Anzeigeröhre dient als Kühlblech für immerhin vier Leistungstransistoren vom Typ Sanyo D325.

Galerie

Eigenes Exemplar

  • Inv.Nr. 3352, Seriennummer 2125167, Baujahr 1976, Zustand: funktionsfähig, Handbuch vorhanden

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