Olympia CP 1202

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Olympia CP 1202

Der Olympia CP 1202 ist ein zwölfstelliger druckender Tischrechner ohne Anzeige. Mein Exemplar ist von 1978.

Dieses Modell ist der Nachfolger des CP 1201. Anders als dieser wurde der CP 1202 nicht mehr von Olympia selbst gebaut, sondern in Japan von Panasonic, wie schon seit Anfang der 1970er Jahre die anzeigenden Tisch- und Taschenrechner von Olympia. Obwohl die äußere Familienähnlichkeit gewahrt wurde, einschließlich der für Olympia charakteristischen Form und Farbe der Tasten, ist er im Inneren ein ganz normaler japanischer Tischrechner mit einem Epson-Druckwerk. Die Tastatur wirkt jedoch deutlich solider als früher, und die Tasten sind in allen Dimensionen größer geworden.

Zum Funktionsumfang des Rechners gehört wie beim Vorgänger ein GT-Speicher, der allerdings sehr variabel ist. Über zwei Schiebeschalter kann gewählt werden, ob und wann ein Ergebnis in den Speicher geschrieben wird. Sehr ungewöhnlich ist, dass es zwei Ausgabetasten für den Speicher gibt, einmal als Zwischenergebnis und einmal als Gesamtergebnis (was gleichzeitig den Speicher löscht).

Der restliche Funktionsumfang ist für einen Rechner dieser Art Standard. Der Postenzählertaste [n] des Vorgängermodells ist zugunsten einer Vorzeichenwechseltaste entfallen, allerdings hat auch der CP 1202 einen Postenzähler, dessen Stand vor jedem Endergebnis ausgegeben wird. Die [000]-Taste des CP 1201 ist dagegen ersatzlos entfallen.

Innenleben

Das Gehäuse lässt sich nach dem Lösen von vier Schrauben ohne weitere Haken und Ösen öffnen. Die Tastatur ist mit vier weiteren Schrauben an der Oberschale befestigt, aber das Flachbandkabel ist so lang, dass es beim Öffnen kein Hindernis darstellt. Es kann jedoch nicht von der Platine abgesteckt werden.

Dass der Rechner von Panasonic stammt, erkennt man an der charakteristischen, mit „YLPRD“ beginnenden Platinennummer (YLPRD0011810) und an der für Panasonic typischen Modellbezeichnung „JE-2703D“ auf der Tastaturplatine. Ob es einen Panasonic-Rechner mit dieser Bezeichnung gegeben hat oder ob es nur eine interne Bezeichnung für den Olympia-Rechner war, ist mir nicht bekannt. Überhaupt halten sich die im Internet zu findenden Informationen zu Panasonic-Rehnern, insbesondere zu druckenden, stark in Grenzen.

Die CPU des CP 1202 ein Hitachi HD38513B. Das Druckwerk, ein Model 350, wird über drei Treiber-ICs vom Typ BA664 angesteuert.

Das Innere des Rechners wirkt verglichen mit dem von Kabeln durchzogenen Vorgängermodell sehr aufgeräumt, obwohl das Gehäuse nur unwesentlich größer geworden ist. Das liegt vor allem an dem vergleichen mit den Olympia-Druckwerken sehr kompakten Epson-Druckwerk.

Verwandte Modelle

Im gleichen Gehäuse sitzt der CPD 5212 D, ein Standard-Tischrechner mit Display und normalem Speicher. Die Breite des Druckerabteils lässt vermuten, dass es auch 14-stellige Varianten gegeben hat, aber mir ist aber kein weiteres Modell in diesem Gehäuse bekannt.

Das einzige mir bekannte neuere Modell ohne Speicher und Anzeige ist der CA 120 S. Dieser hat jedoch keinen GT-Speicher und kann deswegen nicht als Nachfolgemodell des CP 1202 gelten.

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Eigenes Exemplar

  • Inv.-Nr. 4825, Seriennummer 2009879, Baujahr 1978, Zustand: funktionsfähig
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