AEG Olympia CPD 8514

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AEG Olympia CPD 8514

Der AEG Olympia CPD 8514 ist ein 14-stelliger druckender Tischrechner mit Leuchtanzeige. Mein Exemplar stammt von 1991.

Dieses Modell dürfte zu seiner Zeit das am besten ausgestattete Olympia-Modell gewesen sein, und mir ist auch kein vergleichbares späteres Modell bekannt. Neben der hohen Stellenzahl zeichnet sich der CPD 8514 auch durch ein robustes Gehäuse mit einer großzügig dimensionierten Tastatur aus, so dass der Rechner preislich ganz offensichtlich oberhalb der Standardreihe 5212 angesiedelt war.

Im Funktionsumfang vermisst man eigentlich nur die Wurzeltaste, aber für Buchhalter und andere Aufgaben, zu denen das Addieren von Zahlenkolonnen gehört, wird diese Funktion nicht benötigt. Ansonsten ist alles vorhanden, was man damals von einem guten Tischrechner erwarten konnte: Vier Tasten zur Prozent- bzw. Aufschlagsrechnung, Korrekturtaste für einzelne Ziffern, Grand-Total-Speicher, Postenzähler (wahlweise nur positive oder auch negative Summanden zählend), ein Konstantenspeicher sowie ein vollwertiger Speicher mit vier Tasten. Nur die heute üblichen Steuer- und Währungsfunktionen fehlen, aber diese waren um 1990 herum noch nicht die Regel.

Der Drucker des CPD 8514, ein Epson Model 680, ist für 70 mm breites Papier ausgelegt und kann deshalb auch 14-stellige Zahlen in Tausendergruppen drucken.

Gehäuse

Das Gehäuse besteht aus einem sehr widerstandsfähig wirkenden Kunststoff und hat ein unverwechselbares, breit und futuristisch aussehendes Design mit einer ansatzweise keilförmige Form. Die langen „Lüftungsschlitze“ (die tatsächlichen Lüftungsöffnungen sind nur relativ klein) finden sich als Stilelement an den nur wenig später entstandenen und bis heute gebauten Gehäusen der Modelle CPD 3212 (2) und CPD 5212 (2) wieder, die ansonsten aber ein völlig anderes Design haben. Die mit „CA“ beginnenden Platinenaufdrucke sowie andere Details der Platinen weisen jedoch auf einen gemeinsamen Hersteller hin.

Zusammengehalten wird das robuste Gehäuse von immerhin sechs Schrauben und vier seitlichen Schnappverschlüssen, was das Öffnen nicht ganz einfach macht aber wegen des robusten Kunststoffs auch nicht zu einer Angstpartie. Die Tastatureinheit liegt auf der Gehäuseunterschale auf, und zum vollständigen Abnehmen der Oberschale müssen deshalb die Schiebeschalterkappen entfernt werden.

Die Rollenhalter sind an der Druckerabdeckung befestigt und nicht wie üblich an der Gehäuseunterschale.

Im gleichen Gehäuse sitzen auch die 12-stelligen Modelle CPD 4512, CPD 7512 und CPD 8512. Der breite Drucker des CPD 8514 bestimmt die Gehäusegröße dieser Modellfamilie, denn in den anderen Modellen befinden sich gewöhnliche 12-stellige Druckwerke.

Innenleben

Der innere Aufbau des CPD 8514 ist konventionell und ohne Überraschungen. Platine, Tastatur und Netzteileinheit sind untrennbar miteinander verkabelt, nur das Druckwerk lässt sich ausstecken.

Die Platine ähnelt der im CPD 4512 bzw. CPD 7512, ist jedoch wegen der größeren Stellenzahl nicht identisch; so ist z.B. ein zusätzliches Druckertreiber-IC vorhanden. Das Haupt-IC ist ein Mitsubishi M50954-128SP, ein Mikrocontroller bzw. Ein-Chip-Mikrocomputer, wie er in vielen modernen Rechenmaschinen steckt (das ist billiger als für jedes Modell bzw. jedes neue Feature ein eigenes IC zu entwickeln). Die Unterschiede zum M50754-135SP im CPD 4512 und M50754-149SP im CPD 7512 betreffen die Größe von RAM und ROM sowie den Inhalt des ROMs. Das gleiche IC (natürlich mit abweichenden ROM-Inhalten) findet sich auch in den bereits erwähnten Modellen CPD 3212 (2) und CPD 5212 (2).

Galerie

Eigenes Exemplar

  • Inv.Nr. 5054, Seriennummer 0103312398, Baujahr 1990, Zustand: funktionsfähig

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