Olympia CA 12

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Olympia CA 12
Die Platine der Version ohne Power-Lämpchen

Der Olympia CA 12 ist ein 12-stelliger druckender Tischrechner ohne Anzeige. Meine Exemplare wurden zwischen 1976 und 1977 (evtl. 1978) gebaut.

Das A in CA steht vermutlich für "Addiermaschine", und tatsächlich geht der Funktionsumfang auf den ersten Blick kaum über eine solche hinaus. Punktrechnungen sind natürlich möglich, aber es gibt keinen Speicher. Allerdings gibt es einen Postenzähler, und man kann zwischen den Rundungsoptionen "abrunden" und "5/4" wählen. Nicht selbstverständlich bei einer solchen Maschine sind auch der Fließkommamodus und der Registertausch.

Das Druckwerk ist ein Olympia 49.814. Die Papierrolle hat keine Achse; sie liegt frei ein einem transparenten und vollständig staubdichten Gehäuse.

Es gibt zwei Versionen der CA 12. Die ältere Version (84.502 6001) hat kein Power-Lämpchen, und die CPU ist ein Rockwell A4211CA. Die neuere Version (84.502 6020) hat ein Power-Lämpchen und enthält einen Rockwell A4213CA, und auch die Platine weicht in einigen Details von der älteren Version ab. Seltsamerweise kann aber auch die neue Platine "ohne Einschaltlampe" bestückt werden, wie aus einem Aufdruck hervorgeht. Ob das Lämpchen oder das leicht abweichende Rechen-IC die neue Platine erfordert haben, muss daher offen bleiben.

Das Alter meiner Rechner geht aus dem Datumscode auf der CPU hervor und aus Einprägungen in einigen Gehäuseteilen. Interpretiert man eine nicht ganz eindeutige Prägung als 1978, könnte es sein, dass der jüngste Rechner aus diesem Jahr stammt und nicht von 1977, wie es sich aus dem IC ergibt.

Verwandte Rechner

Im gleichen Gehäuse wie der CA 12 sitzen (mindestens) die Modelle CPK 120 und CPA 1200, die beide eine etwas bessere Ausstattung haben, jedoch auf dem gleichen Druckwerk basieren. Der Unterschied zwischen der "Addiermaschinentastatur" und einer "normalen" Tastatur wird deutlich, wenn man die Tastaturen des CA 12 bzw. des CPA 1200 mit der des CPK 120 vergleicht.

Der CA 12 wurde mit einer leicht abweichenden Tastatur auch als Orbit P 1000 vertrieben, und zwar in zwei Gehäusevarianten. Die ältere Variante (Orbit P 1000 (1)) entspricht bis auf die leuchtend blaue Farbe weitgehend dem CA 12; bei der jüngeren (Orbit P 1000 (2)) sitzt die gleiche Technik in einem etwas breiteren Gehäuse, das dem des CP 1201 ähnelt, aber nicht mit diesem identisch ist. Bemerkenswert ist, dass beide Varianten des Orbit P 1000 im Gegensatz zum CA 12 eine Postenzählertaste [n] haben; dafür fehlen ihnen aber die [000]- und die [RC]-Tasten. Die Orbit-Rechner haben beide das oben erwähnte Power-Lämpchen, basieren also auf der neueren Version des CA 12.

Beide Orbit-Modelle unterscheiden sich in der Teilenummer von beiden Versionen des CA 12: Der ältere P 1000 hat die Nummer 84.502 6101 und der jüngere die Nummer 84.502 6111.

Eigene Exemplare

  • Inv.Nr. 2067, Seriennummer 233754, Baujahr 1976, ohne Power-Lämpchen, funktionsfähig
  • Inv.Nr. 5070, Seriennummer 234133, Baujahr 1976, ohne Power-Lämpchen, funktionsfähig, Schiebeschalterkappen fehlen
  • Inv.Nr. 4824, Seriennummer 781201, Baujahr 1977 oder 1978, mit Power-Lämpchen, funktionsfähig
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