Sharp EL-1607

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Sharp EL-1607

Der Sharp EL-1607 ist ein einfarbig druckender 10-stelliger Tischrechner mit Leuchtanzeige. Meine beiden Exemplare sind aus den Jahren 1984 und 1987, was wohl auch etwa dem Bauzeitraum entspricht.

Neben dem völlig neuen Gehäuse ist ein Unterschied zum Vorgängermodell EL-1197, dass die Tastatur "erwachsen" geworden ist; die Tasten unterscheiden sich in ihrer Größe nicht mehr wesentlich von denen der teureren Modelle. Auch insgesamt ist der Rechner deshalb etwas größer geworden. Der Drucker nutzt jetzt auch mit nur 12 Druckspalten (10 Stellen, Komma und Operatorzeichen) die Papierbreite aus. Das Druckprinzip (Trommeldrucker mit Farbrolle) ist gleich geblieben.

Das Tastaturlayout ist fast unverändert geblieben, nur die [*]- und [CE]-Tasten wurden zu einer doppelt großen [CE/*]-Taste zusammengefasst. Die Zahl der Schiebeschalter hat sich von zwei auf drei vergrößert. Die Option zum Rechnen mit konstanten Faktoren (die beim EL-1197 zugleich der Fließkommamodus war) wurde zusammen mit dem Addiermaschinenmodus dem hinzugekommenen Schiebeschalter zugeordnet. Der Addiermaschinenmodus funktioniert sowohl mit zwei als auch mit drei Nachkommastellen, was relativ selten ist. Steht der Kommawahlschalter auf F oder 0, wird dieser Modus ignoriert.

Innenleben

Das Gehäuse wird von zwei Schrauben auf der Rückseite, drei Nasen an der Vorderkante und vier seitlichen Schnappverschlüssen zusammengehalten.

Der innere Aufbau hat sich nicht grundlegend verändert; auffällig ist vor allem das jetzt schräg eingebaute Haupt-IC, womit die Leiterbahnverbindungen zur Anzeige und zur Tastatur direkter ausgeführt werden konnten. Wie beim Vorgängermodell kommt die Platine mit relativ wenigen Bauteilen aus, weil der Rechenchip, ein SC58374P, das Display direkt ansteuern kann. Nur für den Drucker ist weiterhin ein eigenes Treiber-IC vorhanden, im älteren Rechner ein M54533P, im neueren ein LB1760. Möglicherweise sind die verschiedenen ICs der Grund dafür, dass auf der Platine des neueren Rechners zwei Drahtbrücken fehlen.

Wie beim EL-1197 wird auch das Tastatur-Folienkabel durch Einklemmen unter der Platine befestigt. Beibehalten wurde auch der Netzschalter im Niederspannungsteil, so dass der Trafo auch bei abgeschaltetem Gerät unter Spannung steht. Der Drucker wurde, wie bereits erwähnt, geändert, es ist jetzt ein Citizen MP 828S mit einem größeren Spaltenabstand.

Die Tastatur wurde nicht nur in der Größe, sondern auch in der Konstruktion der Tastenkappen verändert: Wie auch bei einigen modernen Sharp-Rechnern sind die Tastenkappen in die Gehäuseoberschale eingeklipst; sie fallen also nicht mehr heraus, wenn man die Tastatur zerlegt. Damit konnten auch die Metallbügel zur Stabilisierung der großen Tasten entfallen. Die Schiebeschalter sitzen jetzt auf einer gemeinsamen Schiene, wodurch sie beim Zusammensetzen und Zerlegen leichter handhabbar sind.

Verwandtschaft

Die 12-stellige Variante des EL-1607 ist der EL-2607.

Zumindest in den USA wurde der EL-1607 als EL-1197S angeboten. Auch der farblich etwas abweichende CS-1627 ist mit dem EL-1607 baugleich. Warum Sharp den Rechner zeitgleich als "preiswerten" EL und als "edlen" CS vertrieben hat, weiß ich nicht, allerdings ist diese Doppelung kein Einzelfall: So waren die zeitgleich angebotene Modelle der nächsthöheren Klasse sowohl als EL-1612 als auch als CS-1612 erhältlich.

Der unmittelbare Nachfolger des EL-1607 ist wahrscheinlich der spätestens 1990 erschienene EL-1607S.

Galerie

Eigene Exemplare

  • Inv.Nr. 770, Seriennummer 42020224, Baujahr 1984, Zustand: funktionsfähig, Ausdruck aber nicht mehr schön
  • Inv.Nr. 766, Seriennummer 73136721, Baujahr 1987, Zustand: funktionsfähig, aber Bruchstellen im Gehäuse (Transportschaden)
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